Bildungsbündnis Greifswald

Bildung ist keine Ware!

Ein persönlicher Rückblick auf die Demos in Greifswald und Rostock

Nach zwei anstrengenden und aktionsreichen Tagen, an dieser Stelle mal eine kleine Auswertung:

Die Demo am vergangenen Mittwoch war zwar nicht so gut besucht, doch freut es mich doch sehr, sowohl SchülerInnen als auch andere neue Gesichter darunter gesehen zu haben und hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt. Die Route war super, der Protest bunt und die vielen Transpis und Banner waren mit jeder Menge Forderungen geziert. Auch wenn nur so ca. 70 Studierende und SchülerInnen bei trüben Wetter durch die Greifswalder Straßen zogen, werde ich mich davon keineswegs entmutigen lassen :) Im Anschluss gab es zur Belohnung für alle kostenlos Glühwein am Büro. Fotos der ganzen Aktion finden sich dankenswerterweise unter http://www.webmoritz.de/2009/12/09/bildungsdemo-zog-durch-greifswald/

Gestern ging es auch schon gleich weiter mit dem Protest – dieses Mal in Rostock. Eine knappe Busladung voll Transpis und Menschen aus Greifswald machte sich um 12 Uhr auf den Weg. Dort angekommen ging es dann lautstark durch die ganze Rostocker Innenstadt. Ca. 1.200 Demonstrierende hatten sich versammelt und mit Sprechchören, Trillerpfeifen und Musik ihren Unmut über das jetzige Bildungssystem geäußert.

Was in den Nachrichten (z.B. OZ von heute – Artikel steht leider nicht online oder NDR Nordmagazin gestern Abend) leider immer wieder zu kurz kommt bzw. zumeist sogar gar keine Erwähnung findet, ist, dass es eben nicht nur Studierende sind, die protestieren, sondern auch Schülerinnen und Schüler. Außerdem geht es auch nicht nur um Bologna, sondern um eine grundlegende Änderung des Bildungssystems – also dementsprechend auch des Schulsystems: weg von Selektion und hin zur integrativen, individuellen Förderung eines jeden Menschen und zwar unabhängig von anderen Faktoren, wie sozialen Status der Eltern, Migrationshintergrund oder körperlich bedingten Einschränkungen. Auch das wurde gestern bei der Demo mehrfach angeprangert und in der Medienberichterstattung wieder einmal vergessen. Vielen Dank an den Webmoritz, den diese Kritik keineswegs trifft.

Hier nun noch ein paar Fotos aus Rostock, um auch den Daheimgebliebenden einen bildhaften Eindruck von gestern zu geben:

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